Flashback: Cairns

22. November 2008 22:22

Was haben wir noch gleich im wunderschönen ‘Cairns’ (ausgesprochen ‘Cans’) gemacht? Ganz einfach beantwortet: wir haben den aktiveren Teil unseres “Urlaubs” wahrgenommen, und uns dem Sport, der Bildung und der Organisation unseres weiteren Reiseverlaufs hingegeben. Hahaha… so, gut gelacht! Nein, ist natürlich nicht wahr und wir haben im Endeffekt nicht mehr geschafft als, lasst es mich in einem Wort zusammen fassen: Nichts! Ja, das kommt hin. Denn abgesehen davon, dass Jay etwas gearbeitet hat und ich inaktiven Beistand geleistet habe und an etlichen Blogbeiträgen und Fotogallerien gebastelt habe (letzter kommen bald!), waren sonst nur die Strandlagune und später auch der interne TV-Room der Campingplatzes interessant. Zwar war ‘Cairns’ allgemein gesehen sehr entspannt und kompakt gestrickt, zudem waren die meisten Leute zudem extrem nett und ‘open-minded’, aber die Stadt lädt nun mal auch sehr zum Faulenzen ein. Und da wir von sowas echt leicht zu beeindrucken sind, haben wir uns schnell, gerne und langzeitig anstecken lassen und uns mal eine Woche ganz uns selbst gewidmet (zwar passiv, aber immerhin).

Ein bisschen an der Anti-Aktiv-Woche war aber auch die bereits morgens auf Spitzenwerte steigende Hitze schuld, die hier im Norden von Tag zu Tag merklich drückender wird. Im Schnitt ist es nämlich an die 35 Grad bei Tag und mindestens 23,5 Grad bei Nacht warm, was uns in unserem schlecht durchlüfteten Campervan ab und an um den Schlaf bringt. Deswegen schlafen wir neuerdings öfter auch mit halb offenem Kofferraum und komplett geöffneter Seitentür, da die Hitze sonst kaum auszuhalten ist. Dieser neuen, unvermeidlichen Gewohnheit sind wir dann auch in den ersten Tagen in ‘Cairns’ nachgegangen, als wir so gut wir mitten in der Innenstadt auf einem Parkplatz vor einem Hostel geschlafen haben. Im Hostel selber haben wir übrigens täglich mehrmals die Küche, die Steckdosen und den Sanitärbereich benutzt, bis und auffiel, dass nur ein Hand voll Gäste eingecheckt hatten und es doch schon irgendwie an die Grenzen der Dreistheit andockte. Immerhin haben die Angestellten in der Rezeption uns jeden Morgen völlig verpennt aus unserem Auto auf deren Parkplatz aufstehen sehen, bevor wir nacheinander deren Toiletten benutzt haben – aber egal, es hatte ja soweit geklappt.

Der Grund warum wir dann letztendlich doch die Location wechseln und unseren sehr zentral gelegenen Schlafplatz leider aufgeben mussten, war ein anderer: Denn da wir uns wegen oben ganannter Schlaf-Lüftungs-Gewohntheit nicht gerade unauffällig verhalten hatten und Wildcampen in ganz Australien und besonders den vereinzelnten Großstädten immer noch strengstens verboten ist, klebte uns am Morgen nach einer durchzechten Partynacht eine schriftliche Verwarnung mit sofortigem Platzverweis am Scheibenwischer. Und wir hatten echt keine Lust einen dritten Strafzettel und im Extremfall ein Bußgeld von bis zu 3.750 Dollarn zu bezahlen (Hallo!? Das wäre ja fast mehr als für unseren guten ‘Eco’ selber; da wäre mal ein bisschen mehr Backpacker-Toleranz angebracht!). Also wechselten wir die Location und bezogen für mehrere Tage einen recht günstigen Campingplatz, der mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis glänzte (Pool, gut ausgestattete Küche, TV-Room und saubere Facilities – was brauch ein Mensch mehr?). Dieser war zwar etwas abseits dem Stadtzentrum, aber wir waren ja sowieso der körperliche Unaktivität ausgesetzt.

Um es kurz zu machen, eine Zusammenfassung unseres Tagesverlaufes der folgenden Zeit: Spät aufstehen, essen, TV-Room, wieder schlafen gehen. Eventuell noch einkaufen, aber nur wenn absolut nötig und dann meist zum ‘Night-Market’, wo man sich an einem Buffet für umgerechnet knappe fünf Euro einen Behälter mit so viel wirklich gutem, abwechslungsreichem und teilweise sogar gesundem chinesischen Essen vollschlagen konnte, dass es sogar noch bis zum nächsten Abend reichte – und dann das ganze Prozedere von vorne. Kreativ wie wir sind haben wir aber auch einmal wirklich gute Bratkartoffeln mit Schinken, Eiern und Zwiebeln auf die Beine gestellt. Aber wir gesagt auch nur einmal. Ach ja, und ‘Pancakes aus der Shakerflasche’ mit Vanille-Schoko-Erdbeer-Eis haben wir hinbekommen. Davon haben wir dann allerdings soviel gegessen, dass wir Bauchschmerzen hatten. Tja.

Das war’s. Insgesamt halt zwei Wochen Faulenzerei, zwei mal Party und zwei verschiedene Leute aus ‘Bundaberg’ wiedergetroffen – so klein ist Australien. Trotzdem ist die Stadt sehr zu empfehlen.

Aber bitte denkt jetzt nicht: Was!? Warum sind die Jungs denn überhaupt nach Australien gefahren, wenn die den ganzen Tag nur faulenzen. Ich sag’ nämlich nur: Wartet ab, was in nächster Zeit auf uns und auch euch zukommen wird! Nämlich Abenteuer pur für uns und feinste Beiträge für euch. Ich rede von verzweifelter Hilfslosigkeit und totaler Planlosigkeit im tiefsten Outback von Australien – denn ich kenn uns! Und wir müssen nämlich auf unbefestigter Strecke auf dem ‘Savannah Highway’ zum über 2.000 Kilometer entfernten Darwin’. Guckt mal auf einer Landkarte oder bei ‘Google Maps’ nach (wenn es da überhaupt erfasst ist) – da gibt es so gut wie garnichts!

Lasset das Abenteuer beginnen…!

** Edit: Dieser Artikel ist einige Tag alt und eigentlich vor ‘Murphy’s Law’ entstanden! Also nicht verwirrt sein!**

Filed under: Urlaub — Schlagwörter:, , , — Mike
Comments (2)

2 Kommentare »

  1. Yoooh Boooyz,
    erstmal sorry für die lange Sendepause meinerseits, hatte natürlich viel zu viel um die ohren, ihr kennt das ja (Stichwort POSTKARTEN). Melde mich jetzt öfters, versprochen. Ansonsten ein kurzer Überblick der vergangenen Zeit:
    -ROOTS!!!! (guckt euch die Videos auf YouTube an)
    -Kalt
    -Schnee
    -Kalt (Munimond)
    - Partey
    - Arbeiten
    usw.
    Wir müssen dringend ne Urlaubsplanung erstellen! Bis dahin noch viel Glück und bleibt sauber!
    RIP to Murphy
    Peace, Dominik
    P.s. Wie siehts mit eurem Rückreisedatum aus?

    Kommentar by Dominik — 24. November 2008 @ 01:51

  2. Hiiiilfe… !

    hier liegen 5 cm Schnee

    es ist Sonntag 19.10 Uhr

    und es soll die ganze Nacht weiterschneien

    Kommentar by Angela — 24. November 2008 @ 04:10

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