Eishölle

20. August 2008 22:26

Hätte uns vor einem halben Jahr jemand erzählt, dass wir uns Down Under erkälten werden, hätten wir diese Person wahrscheinlich ausgelacht.

Nach der letzten Nacht im ‘Econovan’ ohne Schlafsack, die wir beide einstimmig als kälteste Nacht unseres Lebens bezeichnen, haben wir beide Halsschmerzen und Schnupfen. Es war sooo kalt. Wir haben eigentlich kaum geschlafen, aber obwohl uns zum Weinen zu Mute war, haben wir uns andauernd über diese absurde Situation und unsere eigene Planlosigkeit kaputt gelacht.

Früh am Morgen sind wir dann bereits um halb Acht in Schlafsachen losgefahren um durch die Heizung des Autos wieder aufzutauen.

An einem Rastplatz kurz vor ‘Taree’ erledigten wir dann unsere Morgenwäsche, nachdem wir ohne Sprit fast liegen geblieben wären. Die rettende Tankstelle kam in letzter Sekunde.

In ‘Taree’, einer Stadt, die als größte ‘Metropole’ in der Umgebung verzeichnet war und ganze 18.000 Einwohner zählte, meldeten wir beim ‘RTA’ unser Auto auf unseren Namen an. Hier fanden wir auch günstige und für kalte Temperaturen ausgelegte Schlafsäcke, die uns bereits in der nächsten Nacht einen angenehmen und warmen Schlaf bescheren sollten, der uns dieses Mal nicht an den Rand eines Kältetods brachte.

Nach weiterer Fahrt auf dem ‘Pacific Highway’ besuchten wir den ‘Rainbow Beach’, wo trotz der kühleren Temperaturen die ersten Surfer in Aktion waren. Wir gingen aber nicht ins Wasser (von Kälte hatten wir genug), sondern putzen ein wenig den Bus und kochten Rührei. Dabei fiel uns auf, dass wir noch einige Campingaccessoires wie Geschirrtücher, Teller oder eine Spülschüssel benötigten, weshalb wir in ‘Port Marquarique’ einen Ramschladen aufsuchten. Wir bekamen alles zu einem fairen Preis, sind deswegen aber in einen Kaufrausch verfallen, der dazu führte, das wir zusätzlich noch überflüssige Dinge wie Getränkehalter kauften, welche aber umgehend kaputt gingen.

Die Nacht verbrachten wir wieder auf einer Restarea, die zwar nur für den Tagesgebrauch bestimmt war, uns aber mit Stromanschluss, guten Sanitäranlagen und Licht zum nächtlichen Verweilen bewegte. Zum Glück hatten wir den Sichtschutz aus Gardinen aktiviert, denn als wir am nächsten Vormittag aufwachten waren wir umzingelt von unzähligen Reisenden, die den Rastplatz nutzten.

 

Filed under: Beach,Experiences,On the Road — Schlagwörter:, , — Mike und Jay
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  1. haha aber julian mal was anderes kann ich dein bmx dir zum geburtstag abkaufen ? ich mein geld könnt ihr ja gut gebrauchen !!

    Kommentar by Tim — 26. August 2008 @ 03:27

  2. Wie wäre es denn mit einem kleinem 5 Liter Ersatzkanister für Sprit-Notfälle ? Nütz aber nur was, wenn der auch immer gefüllt ist. Ich denke in der totalen Einsahmkeit liegen zu bleiben, ist nicht wirklich romantisch.

    Kommentar by Tosh — 27. August 2008 @ 00:53

  3. ^ Einen Ersatzkanister haben wir. Sogar 20 Liter oder so.
    Ist zwar noch nicht voll, aber noch sind wir ja nicht mitten im Outback.
    Genug Wasservorräte haben wir übrigens auch.

    Kommentar by Mike — 27. August 2008 @ 15:24

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