Vergesst das gute Steakhaus im Steinhaus um die Ecke, denn wir waren auf dem Weg von ‘Bundaberg’ nach ‘Airlie Beach’ in der Rinderhauptstadt Australiens genannt ‘Rockhampton’ unterwegs. Dort konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, ein gutes Stück Rind zu essen, auch wenn es leider viel zu wenig für unsere hungrigen Mägen war. Unser anfängliches Ziel war in dieser Hinsicht einfach: in unserem Reiseführer wurde von einem Restaurant mit einem All-You-Can-Eat-Angebot für 13 Dollar geworben. Nichts wie hin also, auch wenn sich das ganze als schwieriger erwies als gedacht. Denn weder die Stadtkarte und das darauf eingezeichnete Restaurant waren richtig dargestellt, noch wussten die örtlichen Taxifahrer von diesem Laden. Also mussten wir uns mit dem zweitbesten zufrieden geben und genehmigten uns dann für 10 Dollar je ein Steak mit Chips.
Und nun zur Entspannung.. ein wenig Musik: Patrice – Appreci Luv
Also.. seid heute sind wir wieder nur zu zweit unterwegs. Nachdem wir den Rastplatz nahe Brisbane verlassen haben und uns eigentlich im ‘Tourist Informationen Centers’ ein paar günstige und empfehlenswerte Tipps für Übernachtungsmöglichkeiten holen wollten, wurden wir prompt von einer etwas älteren und durchaus netten Dame in einen nahegelegenen Ort namens ‘Manly’ weiterempfohlen. Dort sollte man einen guten und preiswerten Campingplatz zum Schlafen finden(10 AU$ pro Person und Nacht wurde uns versprochen) und von dort sollte man zudem gute Anschlussmöglichkeiten an Brisbane haben. Wir also dahin, kommen an: Überraschung, der ach so tolle Campingplatz ist ein Hostel in einem kleinen Kaff für 25 Dollar die Nacht und sogar die Rezeption hatte bereits seit zwölf Uhr Mittags geschlossen. Na super.
Als wir am Morgen des 30. Augusts zum wiederholten Male auf der ‘Yelgun-Restarea’ in der Nähe von ‘Byron Bay’ erwacht sind, haben wir uns spontan dazu entschlossen, dass unsere planlose Reise nun endlich weitergehen muss. Irgendwie hat uns auch nicht mehr viel an ‘Byron Bay’ gereizt (mit Ausnahme des kostenlosen Internets vielleicht) und außerhalb der Season war dort von den Besucherzahlen her sowieso wenig los. Also haben wir uns den misslungenen Reis vom Vortag nochmal in der Pfanne warm gemacht (wir haben ihn mit ‘Sambal Oelek’, Ketchup und ‘Chicken-Flavour’ sogar doch noch irgendwie richtig schmackhaft bekommen) und sind Richtung Brisbane aufgebrochen, allerdings mit der Idee -und auf den Rat vieler hin-, vorher noch im ‘Surfer’s Paradise’ vorbeizuschauen. Und dieser Ort ließ vom Namen her schon Großes erwarten…
Für alle die uns virtuell hinterher reisen wollen, haben wir nun – Google sei Dank – das passende Tool integrieren können. Auf einer Karte von Google Maps haben wir alle Orte, an den wir etwas länger verweilt haben aufgeführt: Enjoy your Journey!
Nachdem
Hätte uns vor einem halben Jahr jemand erzählt, dass wir uns Down Under erkälten werden, hätten wir diese Person wahrscheinlich ausgelacht. Nach der letzten Nacht im ‘Econovan’ ohne Schlafsack, die wir beide einstimmig als kälteste Nacht unseres Lebens bezeichnen, haben wir beide Halsschmerzen und Schnupfen. Es war sooo kalt. Wir haben eigentlich kaum geschlafen, aber obwohl uns zum Weinen zu Mute war, haben wir uns andauernd über diese absurde Situation und unsere eigene Planlosigkeit kaputt gelacht. |
|
|
Powered by WordPress | |
Aayayay, war das ein Reinfall! Nachdem wir mit der Intention, dass Mike seine Reisekasse auffüllen kann, im ‘Cellblock Hostel’ von Bundaberg eingecheckt haben, fährt er nach zwei Wochen eher mit einem Minus weiter. Das liegt zum Einen daran, dass er auch unter der Woche nicht jeden Tag arbeiten konnte und zu Anfang nur einen sehr geringen Lohn bekommen hat, zum Anderen, dass wir in den zwei Wochen 336 AUS$ Hostelgebühren (Da sieht man mal, wieviel wir mit unserem mobilen Schlafplatz sparen) und mindestens nochmal das gleiche für Essen und Getränke ausgegeben haben.
Auf dem Weg zu ‘Johns Landing Camping Ground’, welcher von der ‘Visitor Information’ als günstigster Campingplatz der Umgebung empfohlen wurde, wurde der Econovan auf die erste große Belastungsprobe gestellt. Die ‘Anfahrtsstraße’, die nach einer Sackgasse einfach zwei Kilometer durch typisch australische Botanik geschlagen wurde, war von Schlaglöchern übersäht und nahm keine Rücksicht auf unsere Stodämpfer und Achsen – trotz Schrittgeschwindigkeit! Vorbei an Autowracks sowie anderem Schrott fuhren wir dann in den Park ein und bei einem älteren, verwirrten Mann, den wir mit Hilfe der Visitenkarte als Ben oder Pat John identifizieren konnten, checkten wir ein. Bei fünf AUS $ (3 Euro) pro Nacht und Person erwarteten wie nicht viel. Der Campingplatz erweist sic
Nachdem wir in ‘Minnie Water’ aufgebrochen sind, führte und der ‘Pacific Highway’ weiter Richtung Norden und es fing zum ersten Mal an zu regnen. Auf Höhe der Stadt ‘Lismore’ schien aber wieder wie gewohnt die Sonne und wir mussten uns die Straße mit geschätzen 500 Bikern des Motorradclubs ‘Australia Rebels’ teilen, die mit lauten Getöse und teils angsteinflössenden Outfits mit ihren Harley’s an uns vorbeifuhren.
wir auf unserer Tour durch Australien bereits eine Kakerlake, polyphone Vögel und sogar Kamele (!) entdecken konnten, haben wir nach einer Woche nun auch die ersten Kängurus gesichtet. Teils lebend, teils tot am Straßenrand liegend. Allerdings sind die Beuteltiere kleiner als wir erwartet haben. Wir befinden uns mitten im Nirgendwo in ‘Minnie Water’, wo es weder Handyempfang, noch gewohnte Trinkwasserqualität, dafür aber einen kleinen Campingplatz gibt, auf dem wir uns nach zwei Tagen endlich mal wieder duschen konnten.
